Helle Wohnarchitektur: modernes Mehrfamilienhaus neben saniertem Altbau

Immobilien verstehen. Besser entscheiden

Von der ersten Suche bis zum Kauf oder Verkauf: Hier finden Sie die wichtigsten Grundlagen einfach erklärt, für jeden verständlich.

Immobiliensuche

So wird aus einer groben Idee eine Suche, die wirklich zu Ihnen passt.

Suchprofil festlegen

Schreiben Sie maximal 5 Muss-Kriterien auf (z. B. Ort, Mindestgröße, Höchstpreis) und trennen Sie sie strikt von Wünschen – alles darüber hinaus ist verhandelbar. Der teuerste Fehler: mit zu vielen Wunschkriterien suchen und dadurch monatelang gar nichts finden, während die Preise weiterlaufen.

Angebote vergleichen

Vergleichen Sie immer den Quadratmeterpreis (Kaufpreis geteilt durch Wohnfläche) mit mindestens 5 ähnlichen Objekten im selben Stadtteil. Der klassische Fehler: nur den Gesamtpreis vergleichen und dabei übersehen, dass ein „günstiges“ Objekt pro m² deutlich zu teuer ist.

Besichtigung vorbereiten

Besichtigen Sie jedes Objekt zu zwei verschiedenen Tageszeiten – Berufsverkehr und Lärm am Abend zeigt kein Termin am Sonntagmittag. Nehmen Sie Maßband, Fotohandy und eine Fragenliste mit; wer unvorbereitet kommt, übersieht genau die Mängel, die später tausende Euro kosten.

Immobilienkaufprozess

Die wichtigsten Schritte vom ersten Exposé bis zur Schlüsselübergabe.

Prüfen und finanzieren

Holen Sie vor jeder Kaufzusage eine schriftliche Finanzierungsbestätigung Ihrer Bank ein – das dauert meist 1–2 Wochen und macht Sie als Käufer ernsthaft. Der teuerste Fehler: erst zusagen und dann merken, dass die Bank den Kaufpreis nicht voll finanziert.

Notartermin

Fordern Sie den Vertragsentwurf mindestens 14 Tage vor dem Termin an – dazu sind Sie gesetzlich berechtigt – und lassen Sie ihn im Zweifel von einem Fachanwalt prüfen (ca. 300–800 €). Wer den Vertrag erst am Notartisch sieht, unterschreibt oft Klauseln, die er nicht versteht.

Zahlung und Übergabe

Zahlen Sie erst, wenn der Notar die Fälligkeitsmitteilung schickt und die Auflassungsvormerkung im Grundbuch steht – nie vorher auf Zuruf. Bei der Übergabe protokollieren Sie Zählerstände, Schlüsselanzahl und jeden sichtbaren Mangel mit Foto; was nicht im Protokoll steht, lässt sich später kaum noch geltend machen.

Immobilienverkaufsprozess

Gut vorbereitet verkaufen Sie nachvollziehbar und vermeiden unnötige Verzögerungen.

Preis realistisch ansetzen

Orientieren Sie sich an den tatsächlichen Verkaufspreisen vergleichbarer Objekte (z. B. über den Gutachterausschuss Ihrer Stadt, ca. 30 € pro Auskunft), nicht an Inseratspreisen. Der häufigste Fehler: 10–15 % zu hoch einsteigen, wochenlang ohne Anfragen bleiben und am Ende unter Marktwert verkaufen, weil das Inserat „verbrannt“ ist.

Unterlagen und Exposé

Legen Sie vor dem ersten Inserat alle Unterlagen bereit: Grundbuchauszug, Energieausweis (Pflicht, sonst drohen bis zu 15.000 € Bußgeld), Grundrisse und Wohnflächenberechnung. Professionelle Fotos bei Tageslicht steigern die Anfragen spürbar – dunkle Handybilder sind der häufigste Grund, warum gute Objekte übersehen werden.

Käufer und Übergabe

Lassen Sie sich vor dem Notartermin eine verbindliche Finanzierungsbestätigung der Bank des Käufers zeigen – eine mündliche Zusage reicht nicht. Vereinbaren Sie Übergabetermin, Zustand und mitverkaufte Gegenstände schriftlich im Kaufvertrag; mündliche Absprachen sind später fast nie beweisbar.

Finanzierung

Verstehen Sie, wie Eigenkapital, Darlehen und Monatsrate zusammenspielen.

Eigenkapital

Planen Sie mindestens die Kaufnebenkosten (rund 10–15 % des Kaufpreises) plus 10 % Eigenanteil ein – 100 %-Finanzierungen vergeben Banken kaum noch, und wenn, dann deutlich teurer. Der teuerste Fehler: das komplette Ersparte einsetzen und ohne Reserve dazustehen, wenn die erste Reparatur ansteht.

Zins und Tilgung

Schon 0,5 % Zinsunterschied kosten bei 300.000 € Darlehen über 10 Jahre rund 15.000 € – holen Sie deshalb mindestens 3 Angebote ein (Hausbank, Vermittler, Direktbank). Wählen Sie eine anfängliche Tilgung von mindestens 2 %, sonst zahlen Sie Jahrzehnte und die Restschuld sinkt kaum.

Finanzierungspuffer

Ihre Monatsrate sollte höchstens 35 % des Nettohaushaltseinkommens betragen, und zusätzlich gehören 3–6 Monatsraten als Notfallreserve auf ein separates Konto. Wer auf Kante finanziert, gerät schon bei einer unerwarteten Heizungsreparatur oder einem Jobwechsel in Bedrängnis.

Kaufnebenkosten

Zum Kaufpreis kommen weitere Kosten, die früh eingeplant werden müssen.

Grunderwerbsteuer

Je nach Bundesland zahlen Sie 3,5 % (Bayern, Sachsen) bis 6,5 % (NRW, Brandenburg, Thüringen) des Kaufpreises – bei 400.000 € sind das 14.000 bis 26.000 €. Der teure Denkfehler: Diese Steuer finanziert keine Bank mit, sie muss komplett aus Ihrem Eigenkapital kommen.

Notar und Grundbuch

Rechnen Sie mit rund 1,5–2 % des Kaufpreises für Notar und Grundbucheintrag – die Gebühren sind gesetzlich festgelegt und überall gleich. Spartipp: Lassen Sie eine nicht mehr benötigte Grundschuld des Verkäufers löschen, statt sie zu übernehmen, nur wenn Ihre Bank das verlangt – die Löschung kostet sonst extra.

Makler und weitere Kosten

Die Käuferprovision liegt je nach Bundesland meist bei 3–3,57 % des Kaufpreises (inkl. MwSt.) und muss seit 2020 mindestens zur Hälfte vom Verkäufer getragen werden. Vergessen Sie nicht die kleineren Posten: Gutachten (ca. 500–1.500 €), Finanzierungsbereitstellung und erste Renovierung schlagen schnell mit weiteren tausenden Euro zu Buche.

Rendite & Cashflow

Zwei einfache Blickwinkel zeigen, ob sich eine vermietete Immobilie rechnen kann.

Rendite

Rechnen Sie mit der Bruttomietrendite (Jahreskaltmiete × 100 ÷ Kaufpreis) als erstem Filter: unter 4 % lohnt ein genauerer Blick kaum, ab 5–6 % wird es interessant. Der häufigste Fehler: mit der Ist-Miete eines Bestandsmieters rechnen, die weit unter der Marktmiete liegt und jahrelang nicht angehoben werden kann.

Cashflow

Ziehen Sie von der Kaltmiete realistisch ab: Kreditrate, Hausgeldanteil, der nicht umlegbar ist (ca. 20–30 % des Hausgelds), Verwaltung (ca. 25–35 € pro Wohnung im Monat) und Instandhaltungsrücklage (ca. 8–12 € pro m² im Jahr). Wer nur „Miete minus Rate“ rechnet, erlebt nach der ersten Heizungsreparatur eine böse Überraschung.

Mit Annahmen rechnen

Kalkulieren Sie immer ein Worst-Case-Szenario: 2 Monate Leerstand pro Jahr, 5 % niedrigere Miete und 1 % höherer Zins bei der Anschlussfinanzierung. Bleibt der Cashflow auch dann noch positiv oder wenigstens ausgeglichen, ist die Investition solide – wenn nicht, wird es bei der ersten Mieterhöhungssperre eng.

Objektprüfung

Prüfen Sie die Immobilie, bevor aus Interesse eine teure Verpflichtung wird.

Bausubstanz

Nehmen Sie einen Feuchtigkeitsmesser (ab ca. 30 €) mit in Keller und Bäder und fragen Sie gezielt nach dem Alter von Dach, Heizung, Leitungen und Fenstern – alles über 25–30 Jahre steht vor der Erneuerung. Der teuerste Fehler: bei älteren Häusern ohne Bausachverständigen (ca. 500–1.000 €) kaufen und danach 50.000 € versteckte Mängel entdecken.

Wohnungseigentum

Fordern Sie die WEG-Protokolle der letzten mindestens 3 Jahre an und lesen Sie, welche Sanierungen beschlossen oder strittig sind. Prüfen Sie die Höhe der Instandhaltungsrücklage (Faustregel: mindestens 1.000–2.000 € pro Wohnung) und ob Sonderumlagen drohen – eine beschlossene Dachsanierung kann Sie sonst kurz nach dem Kauf 10.000 € und mehr kosten.

Mängel und Kosten

Fotografieren Sie jeden Mangel bei der Besichtigung und lassen Sie sich die Behebung vor der Kaufzusage vom Fachbetrieb beziffern. Als grobe Anhaltspunkte: neues Bad 10.000–20.000 €, Heizungstausch 10.000–15.000 €, Dachsanierung 30.000 € aufwärts. Wer Mängel erst nach dem Kauf schätzt, hat seine Verhandlungsbasis verschenkt.

Lage verstehen

Die Lage beeinflusst Alltag, Vermietbarkeit und späteren Verkauf.

Umgebung

Fahren Sie die Strecke zur Arbeit einmal zur echten Rushhour und besuchen Sie das Viertel an einem Freitagabend – Lärm, Parkplatznot und Beleuchtung zeigen sich nur dann. Prüfen Sie zu Fuß, ob Supermarkt, Arzt und ÖPNV in unter 10 Minuten erreichbar sind; das entscheidet später über Vermietbarkeit und Wiederverkaufswert.

Nachfrage

Beobachten Sie 4–6 Wochen lang, wie schnell vergleichbare Inserate im Viertel wieder verschwinden: Stehen sie monatelang, ist die Nachfrage schwach und Ihr Verhandlungsspielraum groß. Der Fehler vieler Käufer: sich am bundesweiten Immobilien-Boom orientieren, während der konkrete Stadtteil längst stagniert.

Entwicklung

Schauen Sie in den Bebauungsplan und die Bürgerinformation der Stadt (kostenlos online): Geplante Straßen, Gewerbegebiete oder Neubauquartiere verändern eine Lage in beide Richtungen. Verlassen Sie sich nie auf Versprechen wie „hier entsteht bald eine S-Bahn“ – zählen Sie nur, was bereits beschlossen und finanziert ist.

Renovierung & Sanierung

Ordnen Sie Arbeiten richtig ein und planen Sie Zeit, Kosten und Reserven.

Renovieren oder sanieren?

Renovieren (Streichen, Böden, Oberflächen) kostet grob 100–300 € pro m², eine echte Sanierung mit Heizung, Leitungen oder Dach schnell 800–1.500 € pro m². Der gefährlichste Irrtum: ein „renovierungsbedürftiges“ Objekt kaufen und erst nach dem Kauf merken, dass Elektrik und Wasserleitungen komplett neu müssen.

Kosten schätzen

Holen Sie zu jeder Gewerk mindestens 3 schriftliche Angebote ein und planen Sie auf die Summe 15–20 % Puffer – bei Altbauten eher 25 %, weil hinter jeder geöffneten Wand Überraschungen warten. Der klassische Fehler: mit dem günstigsten Angebot kalkulieren und die Nachforderungen während der Bauphase nicht stemmen können.

Reihenfolge planen

Arbeiten Sie immer von außen nach innen und von oben nach unten: erst Dach und Fassade dicht, dann Leitungen und Heizung, dann Böden und Wände, zuletzt Anstrich. Wer umgekehrt vorgeht, reißt frisch verlegte Böden wieder auf, weil danach doch die Wasserleitung getauscht wird – doppelte Kosten inklusive.

Vermietung

Eine gute Vermietung beginnt mit klaren Zahlen und einer passenden Zielgruppe.

Miete festlegen

Prüfen Sie den Mietspiegel Ihrer Stadt (meist kostenlos online) und vergleichen Sie mindestens 5 aktuell inserierte Wohnungen mit ähnlicher Lage, Größe und Ausstattung. In Städten mit Mietpreisbremse dürfen Sie bei Neuvermietung meist höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen – wer das ignoriert, muss später Miete zurückzahlen.

Laufende Aufgaben

Rechnen Sie pro Wohnung mit 2–4 Stunden Aufwand im Monat: Nebenkostenabrechnung, Reparaturkoordination, Mieteranfragen und Neuvermietungen. Eine professionelle Verwaltung kostet ca. 25–35 € pro Wohnung im Monat und lohnt sich spätestens ab dem zweiten oder dritten Objekt – oder wenn Sie nicht vor Ort wohnen.

Leerstand und Rücklagen

Kalkulieren Sie pro Jahr 1–2 Monate Leerstand ein und legen Sie monatlich 8–12 € pro m² als Instandhaltungsrücklage zur Seite. Der teuerste Fehler: die volle Miete verplanen und dann bei einem Mieterwechsel mit Renovierung (oft 3.000–8.000 €) in einen Engpass rutschen.

Unterlagen & Verträge

Dokumente zeigen, was Sie wirklich kaufen oder verkaufen.

Grundlegende Unterlagen

Prüfen Sie im Grundbuchauszug Abteilung II und III: Stehen dort Wegerechte, Wohnungsrechte oder hohe Grundschulden, kann das die Nutzung einschränken oder die Finanzierung gefährden. Gleichen Sie außerdem die Wohnfläche im Exposé mit der offiziellen Berechnung ab – weicht sie um mehr als 10 % ab, ist das ein Verhandlungsargument oder ein Warnsignal.

Bei Eigentumswohnungen

Lesen Sie die Teilungserklärung: Sie legt fest, was Ihnen allein gehört (Sondereigentum) und was allen (Gemeinschaftseigentum) – entscheidend etwa bei Balkon, Keller und Dachboden. Aus den Protokollen der letzten 3 Jahre und dem aktuellen Wirtschaftsplan erkennen Sie geplante Ausgaben; eine hohe Rücklage von über 1.500 € pro Wohnung ist ein gutes Zeichen.

Verträge verstehen

Achten Sie im Kaufvertrag besonders auf drei Klauseln: Gewährleistungsausschluss (bei Privatkäufen üblich), Übergabetermin und was genau mitverkauft wird (Küche, Einbauten, Gartenhaus). Unterschreiben Sie nie unter Zeitdruck – ein Fachanwalt für Immobilienrecht prüft den Entwurf für ca. 300–800 € und verhindert Fehler im fünfstelligen Bereich.

Energie & Gebäude

Energieangaben helfen, laufende Kosten und möglichen Modernisierungsbedarf einzuschätzen.

Energieausweis

Der Energieausweis ist Pflicht und muss Ihnen spätestens bei der Besichtigung gezeigt werden – fehlt er, drohen dem Verkäufer bis zu 15.000 € Bußgeld. Wichtig: Ein Verbrauchsausweis zeigt nur das Heizverhalten der letzten Bewohner; der Bedarfsausweis sagt mehr über das Gebäude selbst aus. Klassen unter D (also E bis H) bedeuten fast immer Modernisierungsbedarf.

Heizung und Dämmung

Fragen Sie nach Baujahr und Typ der Heizung: Öl- und Gasheizungen über 20 Jahre stehen vor dem Tausch (10.000–15.000 €), und für alte Ölheizungen gelten gesetzliche Austauschpflichten. Ungedämmte Fassade, alte Fenster und ungedämmtes Dach treiben die Heizkosten leicht auf das Doppelte eines sanierten Hauses – fordern Sie die Heizkostenabrechnungen der letzten 2–3 Jahre an.

Modernisierung einplanen

Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Förderung möglich ist: Über die KfW und das BAFA gibt es Zuschüsse von oft 15–20 % für Heizungstausch und Dämmung – Antrag immer vor Auftragsvergabe stellen. Bei einer Eigentumswohnung brauchen Sie für viele Maßnahmen außerdem Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft; fragen Sie deshalb gezielt, was bereits beschlossen ist.

Steuern & rechtliche Grundlagen

Ein Grundverständnis hilft, die richtigen Fragen rechtzeitig zu stellen.

Beim Kauf und Verkauf

Verkaufen Sie eine vermietete Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf, fällt auf den Gewinn Spekulationssteuer zu Ihrem persönlichen Steuersatz an – danach ist der Verkauf steuerfrei. Bei selbstgenutztem Wohneigentum entfällt die Steuer meist schon früher. Der teure Fehler: das Objekt in Jahr 9 verkaufen, obwohl 12 Monate Warten zehntausende Euro Steuern gespart hätten.

Bei Vermietung

Mieteinnahmen müssen Sie versteuern, dürfen aber fast alles gegenrechnen: Kreditzinsen, Grundsteuer, Verwaltung, Reparaturen und die Abschreibung (bei Gebäuden ab 1923 meist 2 % pro Jahr). Behalten Sie von Anfang an jede Rechnung – viele Vermieter verschenken im ersten Jahr hunderte Euro, weil Belege fehlen.

Fachleute einbeziehen

Spätestens bei Erbschaft, Scheidung, Gewerbenutzung oder Kurzzeitvermietung (z. B. Airbnb) brauchen Sie fachlichen Rat – viele Städte haben Zweckentfremdungsverbote mit Bußgeldern bis 50.000 €. Eine Erstberatung beim Steuerberater oder Fachanwalt kostet oft nur 150–300 € und verhindert Entscheidungen, die sich später nicht mehr korrigieren lassen.

Risiken & häufige Fehler

Wer typische Fehler kennt, kann ruhiger und sachlicher entscheiden.

Nur auf den Kaufpreis schauen

Rechnen Sie immer die Gesamtkosten: Kaufpreis plus 10–15 % Nebenkosten plus sofort fällige Arbeiten. Ein „günstiges“ Haus für 300.000 € mit 60.000 € Sanierungsstau ist am Ende teurer als das gepflegte Objekt für 340.000 € – und der Stress kommt obendrauf.

Unter Zeitdruck entscheiden

Sätze wie „Morgen unterschreibt ein anderer Interessent“ sind das älteste Druckmittel der Branche – lassen Sie sich nie zu einer ungeprüften Zusage drängen. Fehlen Unterlagen wie Grundbuchauszug, Energieausweis oder WEG-Protokolle, ist Warten kein Risiko, sondern Ihr gutes Recht; ein wirklich gutes Objekt übersteht auch 48 Stunden Prüfzeit.

Zu knapp rechnen

Planen Sie jede Kalkulation zweimal: einmal mit Ihren Wunschannahmen und einmal mit 10 % höheren Kosten und 10 % niedrigeren Einnahmen. Bleibt die Finanzierung auch im ungünstigen Fall tragbar, können Sie ruhig schlafen – wenn schon das Wunschszenario auf Kante genäht ist, kippt das Vorhaben bei der ersten Reparatur.